HAMBURGER HAFEN & LANDUNGSBRÜCKEN

Magnet für Landratten

700 Meter weite Welt: So lang sind die Landungsbrücken und es gibt kaum einen Ort, an dem Sie den maritimen Charme dieser Stadt so komprimiert erleben wie hier. Vor Ihnen liegt das blaue Wasser mit Schiffen, Seglern, Booten. Hinter Ihnen stehen bunte Souvenirläden und urige Fischstände, während über allem die Sonne strahlt. So lässt es sich leben in Hamburg!

Was Sie bei einem Gang über die Landungsbrücken nicht vergessen dürfen, ist die Tatsache, dass Sie keineswegs festen Boden unter den Füßen haben - sondern einen Ponton. Diese schwimmenden Anlegestellen haben eine lange Tradition bei uns in der Hansestadt. Bereits 1839 wurden die ersten erbaut. Nicht nur, weil so Dampfschiffe besser anlegen konnten, sondern auch, weil man auf den Pontons die Kohle für den Antrieb lagern konnte. Die Pontons, die heute an den Landungsbrücken liegen, gibt es seit 1955. Übrigens: Die Landungsbrücken sind nicht nur ein echter Magnet für Landratten aus aller Welt, sondern waren auch schon Filmkulisse. Unter anderem wurden hier Szenen aus „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ gedreht, der Road Movie „Magical Mystery“ fand teilweise hier statt und für „Target“ lieferten sich Hollywoodstars wie Gene Hackman und Matt Dillon wilde Verfolgungsjagden. So richtig filmreif werden die Landungsbrücken allerdings auch ohne Drehbuch zwei Mal im Jahr: zum Hafengeburtstag, vor allem aber zu Silvester. Dann verwandeln bunte Raketen den gesamten Hafen in ein magisches Wunderland der Farben und Punkt Mitternacht begrüßen alle im Hafen liegenden Schiffe das neue Jahr mit ihren Hörnern und Hupen. Und das ist dann auch für alteingesessene Hamburger immer wieder ein Gänsehautmoment.