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Marlies Head - Gastgeberin aus Familientradition

„Ich habe schon früh Verantwortung übernommen und gelernt, mit anzupacken“, sagt Marlies Head, geschäftsführende Gesellschafterin des Madison Hotel Hamburg, von sich. Von Kindesbeinen an war sie in der Gastronomie zu Hause, die Eltern führten eine Gaststätte und ein Lebensmittelgeschäft im oldenburgischen Harkebrügge. Stolz halfen die Geschwister im Familienbetrieb mit, das machte mehr Spaß, als mit Puppen in einem Miniatur-Kaufmannsladen zu spielen. Was fern der Großstadt begann, wurde zu einer vorbildlichen Hotelierslaufbahn im Herzen von Hamburg.

Im Hotel Schloss Wilkinghege bei Münster absolvierte Marlies Head, geb. Block, eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Anschließend zog es sie in die weite Welt: Insgesamt acht Jahre sammelte sie in der internationalen Hotellerie und Gastronomie Eindrücke und Erfahrungen. Stationen waren u.a. die Schweiz, Frankreich und die USA. Nach Deutschland zurückgekehrt baute sie mit ihrem Bruder Eugen Block die Block House Restaurants mit Steakhäusern nach amerikanischem Vorbild auf. Um die Organisation von Serviceabläufen zu optimieren und Mitarbeiter professionell auszubilden, gründete sie das Head College, die Management-Schule der Gastronomie.

Nachdem Marlies Head 20 Jahre erfolgreich Geschäftsführerin der Block House Restaurantbetriebe war, suchte sie eine neue Herausforderung und beschloss, eine eigene Hotel-Idee in Hamburg zu etablieren. „Wer ein großes Restaurant führen kann, für den ist ein Hotel ein Kinderspiel“, meint sie bis heute. Ihr Konzept: Ein Hotel, das eine Verbindung aus ungezwungenem Luxus, dem Komfort eines First-Class-Hauses und der exklusiven Funktionalität anspruchsvoller Serviced Apartments sein sollte. Von dieser Idee und der Umsetzungskompetenz überzeugt ließen ihr die Mit-Investoren freie Hand. Das unternehmerische Risiko hat sie nicht gescheut: „Der Erfolg eines Hotels steht und fällt mit dem richtigen Konzept - und natürlich mit dessen konsequenter Umsetzung durch eine fachkundige Leitung.“

Star-Architekt Prof. Bernhard Winking entwarf das Haus. Marlies Heads Wunsch-Hotel sollte nicht nur schön, sondern auch praktisch sein: Die Perfektionistin tat das Naheliegende, um ihre hohen Qualitätsansprüche zu sichern. Sie wohnte in einem eigens entworfenen Musterzimmer, erprobte Materialien, Ausstattung und deren Anordnung. Das Ergebnis: der Madison-Stil – geradliniges Design aus hochwertigen Materialien, exklusiv und zugleich funktional. Heute sorgt Marlies Head mit der Unterstützung der Innenarchitektin Gesine Schindler-Zimmermann dafür, dass das Interieur avanciert, weltoffen, behaglich und modern bleibt. Ein erfolgreiches Konzept, denn von Anfang an erreichte das Madison eine Spitzen-Auslastung.

Eine besondere Ehrung wurde der Inhaberin nach fünf erfolgreichen Jahren zuteil: Marlies Head wurde 1998 die Auszeichnung „Hotelier des Jahres“ vom renommierten Deutschen Fachverlag verliehen. Ihr Erfolgsrezept: „Man darf sich nicht auf dem Erfolg ausruhen und muss immer die Wünsche der Gäste in den Vordergrund stellen.“ So trifft man sie mittags häufig im Restaurant „Marley’s“– nicht speisend am Tisch, sondern aktiv beim Servieren. Was sie von ihren 84 Mitarbeitern erwartet, lebt sie vor: den Aufenthalt der Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten und Kollegen zu unterstützen.

Bis zum Sommer 2009 führte Marlies Head ihr Hotel auch persönlich als Direktorin, dann ernannte sie ihren bisherigen Stellvertreter Thomas Kleinertz zum Nachfolger in der Direktoren-Position. „Unsere junge, gut ausgebildete Mannschaft hat jetzt auch eine junge Führung. Und ich freue mich darauf, meinem Privatleben etwas mehr Zeit zu widmen und mein Golf-Handicap zu verbessern.“ Selbstverständlich wird Marlies Head das Team und ihr Madison Hotel aber weiterhin aktiv begleiten, schließlich ist sie nicht nur Inhaberin, sondern vor allem auch Gastgeberin aus Leidenschaft.

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